secUnity auf der International Conference on Information Systems (ICIS) 2016 in Dublin

Die International Conference on Information Systems (ICIS) zählt zu den weltweit wichtigsten Konferenzen für Themen der Wirtschaftsinformatik, dennoch scheinen die IT-Security und Privacy nur sehr geringe Aufmerksamkeit zu erfahren. Der Fachbereich Wirtschaftsinformatik der TU Darmstadt war vor Ort um einen Forschungsartikel vorzustellen und den Kontakt und die Diskussion mit anderen Forschern in diesen Bereichen zu suchen.

Die International Conference on Information Systems (ICIS) zählt zu den weltweit wichtigsten Konferenzen für Themen der Wirtschaftsinformatik und hat dieses Jahr wieder 1700 Forscher und Nachwuchswissenschaftler anziehen können. Umso mehr erstaunlich ist es, dass IT Security und IT Privacy in nur einen Track gebündelt wurden. Jeder einzelne der insgesamt 21 Tracks hat seine Berechtigung, allerdings verwundert es, dass so wichtige Themen wir Sicherheit und Privatsphäre so wenig Raum gewährt wurde. Nur insgesamt 6 Forschungsartikel (Full Paper) wurden in den Bereichen „Privacy and Security on the Internet“ und „Enterprise Information Security“ vorgestellt – lediglich bei vier dieser Artikel ist ein klarer Sicherheitsbezug feststellbar. Der Track gehört mit insgesamt 13 Full und Research-in-Progress Papern sogar zu den 3 kleinsten.

Im Zuge dessen stellt sich die Frage: Verdient IT-Sicherheit tatsächlich nur so wenig Aufmerksamkeit in der Wirtschaftsinformatik? Sind sich nicht alle bekannten Forschungsinstitute und Informationsquellen für Praktiker einig, dass IT-Sicherheit 2016 und in kommenden Jahren einer der zehn wichtigsten IT-Trends ist und bleibt? Ist ein Anteil von weniger als 4 Prozent aller veröffentlichten Artikel dann tatsächlich vertretbar?

Gerade deswegen ist es umso erfreulicher, dass secUnity durch eines der Projektmitglieder doch in diesem Bereich vertreten war: Rabea Sonnenschein, Dr. André Loske und Prof. Dr. Peter Buxmann aus dem Fachbereich Wirtschaftsinformatik der TU Darmstadt konnten mit ihrem Beitrag „Gender Differences in Mobile Users' IT Security Appraisals and Protective Actions: Findings from a Mixed-Method Study“ ein Full-Paper im Bereich „IS Security and Privacy“ platzieren.

Der Beitrag präsentiert Ergebnisse einer Mixed-Methods-Untersuchung (Umfragen, Verhaltensexperiment und persönliche Interviews) mit Android-Smartphonenutzern. Basierend auf den Erkenntnissen der Protection Motivation Theory  und der Gender Schema entwickelten die Autoren ein Forschungsmodell,  welches das unterschiedliche Verhalten von Männern und Frauen bezüglich ihrer Bewertung von Sicherheitsbedrohungen und Bewältigungsstrategie darstellt und detailliert beschreibt. Das Full-Paper erscheint in den Proceedings der International Conference on Information Systems (ICIS) 2016, December 11.-14. Oktober, Dublin, Ireland.